▸ 00:07
Simon Kraft:
Wir fangen mit so einem ganz harten Anfang an und ich sage einfach, herzlich willkommen im PressWerk. Wir haben heute ein nicht ganz so super WordPress-zentriertes Thema. Irgendwie glaube ich, dass WordPress Teil der Antwort sein kann. Schauen wir mal. Wir wollen uns aber damit beschäftigen, wie das Web aussehen könnte. Wieder. Nachdem Social Media gerade irgendwie brennt. Sehr hell brennt, muss man sagen. Dafür habe ich eine Gästin eingeladen, Annette Schwindt. Ich habe eben schon gesagt, in meinem Hirn immer noch auto-completed auf SchwindtPR, auch wenn das schon zwei, drei Tage her ist. Annette ist Journalistin, Bestseller-Autorin, Mentorin, Lektorin und wahrscheinlich noch zwölf andere Sachen. Aber das sind diejenigen, die ich mir gemerkt habe. Annette, herzlich willkommen erstmal.
▸ 00:49
Annette Schwindt:
Ja, danke für die Einladung. Ich finde es ganz grandios.
▸ 00:52
Simon Kraft:
Ja, du weißt noch nicht, worauf du dich eingelassen hast. Schauen wir mal, wie das wird. Du hast eine Aktion gestartet. #SoSollWeb. Details dazu haben wir später. Es gibt Kapitelmarken. Das muss ich vielleicht vorher noch sagen, gerade für Leute, die hier zum ersten Mal einschalten. Wir haben Kapitelmarken, die ich so gut ich kann zusammenschreibe und kuratiere. Das heißt, wenn ihr unwahrscheinlicherweise irgendwas hier sehr langweilig finden solltet, könnt ihr da gerne mit eurem, mit dem Podcastplayer euer Wahl drüber springen oder nochmal zurück. Wesentlich wahrscheinlicher. Und ich bemühe mich außerdem nach Leibeskräften Links zu allen Sachen, die verlinkbar sind, in die Shownotes zu packen. auf das ihr sie findet und anschauen könnt. Also du hast die Aktion #SoSollWeb gestartet. Lass uns doch vielleicht, bevor wir über dieses Ding an sich sprechen, darüber reden, wie es dazu gekommen ist, weil die Geschichte ist ein bisschen interessant.
▸ 01:41
Annette Schwindt:
Ja, also dazu gekommen ist es eigentlich durch mehrere Faktoren, die einfach alle mich an dieselbe Sache erinnert haben und dadurch das dringende Bedürfnis hatte, dieses Blogpost zu schreiben. Die eine Sache war, ich war zu Gast im Podcast bei Dominik Liss, so wie du.
▸ 01:59
Simon Kraft:
Sehr empfehlenswert.
▸ 02:00
Annette Schwindt:
Und da haben wir doch sehr deutlich gemerkt, dass ich ein Stückchen älter bin als er und das Netz noch aus Zeiten kenne, die für ihn komplett fremd sind. Nämlich eben aus Zeiten ohne Hater und den ganzen... Ja, du brauchst nicht ungläubig schauen.
▸ 02:18
Annette Schwindt:
Ja, in meiner Bubble. Aber nicht so schlimm wie heute eben. Ich weiß noch, der erste große Aufreger damals war das Chefticket der Deutschen Bahn, die eine Facebook-Seite aufgemacht haben, ohne dass die Leute, die da hinkommen, sich irgendwie äußern können und die natürlich alle sich über die Bahnzeiten beschweren wollten und nicht konnten und dann ist es total explodiert. Ich habe mir von Fanpage Karma, die solche Sachen ja untersuchen, sagen lassen, da hat sich trotzdem insgesamt nicht so viel geändert. Also die meisten Unternehmen haben es immer noch nicht kapiert. Also das eine war das Gespräch mit Dominik, wo ich dann immer gesagt habe "Oma erzählt vom Krieg". Ein anderes war, dass ich auf LinkedIn gesehen habe, wie ständig Leute sagen, man müsste doch mal weniger sich aufregen, man müsste doch mal mehr positive Sachen teilen, man müsste doch, man müsste doch, aber dann macht es halt auch.
▸ 03:09
Simon Kraft:
Darf ich hier gerade mal reingrätschen? Du siehst auf LinkedIn sinnvolle Inhalte.
▸ 03:14
Annette Schwindt:
Aha, das kommt auf deine Bubble an.
▸ 03:16
Simon Kraft:
Ja, was ist der Trick dabei? Wir posten alle nur Schwachsinn.
▸ 03:18
Annette Schwindt:
Folge den richtigen Leuten.
▸ 03:22
Annette Schwindt:
Gut, okay. Ja, ist so. Und wenn einer blödes Zeug postet, kannst du ihn ja unfollowen.
▸ 03:29
Simon Kraft:
Das ist der Algorithmus, der das macht.
▸ 03:31
Annette Schwindt:
Ah, jetzt fang du nicht auch noch an. *Fediverse, hust*. So, und das war das. Und dass eben überall die Leute sagen, ja, wir müssen weg von Facebook und wir müssen unplugged Trump, ist ja das Ding jetzt gerade. Und ich auch tatsächlich, Und die Autorin des Facebook-Buches hat vor zwei Wochen oder so, keine Ahnung, hat gesagt, so jetzt reicht es, ich gehe. Weil da ist einfach bei mir auch nichts mehr passiert. Ich hatte da keine sinnvollen, also noch ein paar nette Austauschmöglichkeiten in Gruppen oder so. Aber das waren alles Sachen, die ich woanders abfangen kann. Und dann habe ich gesagt, warum soll ich da bleiben und denen meine Daten füttern, nö.
▸ 04:09
Simon Kraft:
Du hast deinen Account tatsächlich auch gelöscht?
▸ 04:11
Annette Schwindt:
Ich habe einen Facebook-Account gelöscht, ich habe einen Instagram-Account, also vorher natürlich archiviert, dann gelöscht. Wobei, das heißt, das ist im Moment bei denen noch auf dem Server für einen Monat.
▸ 04:21
Simon Kraft:
Weil du dich bestimmt noch umentscheidest.
▸ 04:24
Annette Schwindt:
Ja, weil sie werden mich ja soooo vermissen. Und der wird mich vermissen. Und von dem kriege ich nichts mehr mehr.
▸ 04:29
Simon Kraft:
Ich habe gerade meinen Instagram-Account gelöscht. Da muss man über so viele Stöckchen springen.
▸ 04:34
Annette Schwindt:
Das ist so viel schlechtes Gewissen. Genau. Und dann haben Sascha und Johannes von Bonn.digital mir gesagt, dass ich mit darf auf ihre Pixelfed-Instanz. Dann habe ich Instagram auch gelöscht. Mit WhatsApp habe ich es noch nicht geschafft, weil es Zeitgenossen gibt, die sich strikt weigern, woanders hinzugehen. Ja. Und auf Mastodon war ich schon, seit ich aus Twitter raus bin, 2023 oder so.
▸ 05:00
Annette Schwindt:
Bluesky hatte ich, aber habe ich nicht aktiv benutzt. Das mache ich so widerwillig so ein bisschen mit, weil es Leute gibt, die halt nur da sind.
▸ 05:09
Simon Kraft:
Was ist gerade der Place to be für dich, Social Media-mäßig?
▸ 05:12
Annette Schwindt:
Mastodon und mein Blog. Also meine Blogs.
▸ 05:16
Simon Kraft:
Das ist die Genese dieser ganzen Idee. Dann lass uns doch über SoSollWeb an sich sprechen, das worum es eigentlich geht.
▸ 05:23
Annette Schwindt:
Ja, ich dachte einfach, nachdem das alles war, dann mach doch mal Butter bei die Fische, jetzt mach doch mal.
▸ 05:28
Simon Kraft:
Und die Frage, die du in den Blogpost dazu, Link in den Shownotes, die du dazu gestellt hast, war: "was können wir tun und was brauchen wir noch für ein besseres Web?"
▸ 05:37
Annette Schwindt:
Weil motzen können sie ja alle wunderbar. Gemeckert wird ja ohne Ende, aber dann mach es doch mal andersrum. Dann sag doch mal, was du gerne hättest und nicht nur, was du gerne nicht hättest.
▸ 05:48
Simon Kraft:
Motzen können alle. Das ist definitiv wahr. Es gibt ja schon einiges an Feedback tatsächlich zu lesen. Einige Posts, die... Also wir sollten erklären. Du nennst es, und das ist ein kleines bisschen ein Rückgriff auf vor ein paar Jahren, eine Blogparade.
▸ 06:06
Annette Schwindt:
Nein, ich nenne es eben nicht eine Blogparade.
▸ 06:09
Simon Kraft:
Aber du erwähnst die Blogparade.
▸ 06:11
Annette Schwindt:
Ja, ich habe geschrieben, ich nenne es Aktion, weil jeder mitmachen kann und nicht nur Blogger. Dieser Podcast ist ja auch kein, also naja, ist schon irgendwie ein Blogpost. Aber irgendwie auch wieder nicht. Ja. Und ich habe gesagt, man kann alles machen, man kann bloggen, man kann einfach nur posten, viele Leute haben ja gar keinen Blog. Dann gibt es ja die ganzen Social Media, Achtung, Airquotes, "Blogger", die sagen "ich habe einen Blog auf Instagram". Für Dinosaurier wie uns ist das, ah, aua.
▸ 06:42
Simon Kraft:
Das habe ich auch noch nie gehört, tatsächlich, aber ich treibe mich da wohl in anderen Kreisen rum.
▸ 06:48
Annette Schwindt:
Da haben sie dann am Wochenende drei Blogs geschrieben.
▸ 06:51
Simon Kraft:
Sind das dann irgendwie Bilder mit Text drauf? Oder wie muss man sich das vorstellen?
▸ 06:55
Annette Schwindt:
Ja, das sind die Leute, die auf Instagram endlose Texte schreiben. Und wenn du ihnen sagst, dass sie dann doch stattdessen bloggen sollen, sagen sie, ich weiß aber nicht, was ich in meinen Blog reinschreiben soll.
▸ 07:04
Simon Kraft:
Ja klar, wenn du alles in dein Instagram geschrieben hast, dann...
▸ 07:07
Annette Schwindt:
Ja, ne, sie sagen, "ich weiß nicht, was ich schreiben soll". Da steht es doch.
▸ 07:10
Simon Kraft:
Also, wir müssen drüber reden, wie wir ein besseres Web bekommen. Wir haben ein paar Antworten schon und auf die gucken wir vielleicht auch gleich noch rein, was Leute schon geschrieben haben. Ich finde es eine ganz ansehnliche Menge. Wer mitmachen möchte, findet am Ende nochmal einen Link dazu. Wir müssen jetzt doch nochmal erklären, was eine Blogparade ist, glaube ich.
▸ 07:31
Annette Schwindt:
Eine Blogparade beginnt mit einem Aufruf eines Bloggers zu einem bestimmten Thema was zu schreiben. Meist hast du einen schönen Hashtag dazu, damit du die Sachen auch findest. Und dieser Blogger sammelt die Beiträge, die dazu geschrieben werden, unter diesem Aufrufsbeitrag, damit man auch immer sieht, was es schon gibt. Das Ganze hat eine bestimmte Dauer und wenn diese Frist vorbei ist, schreibt der Aufrufer nochmal eine Zusammenfassung, kürt vielleicht auch so den Prozess. Beitrag, der ihm am besten gefallen hat oder der irgendwie am kuriosesten war. Da kann man sich was ausdenken. Aber jedenfalls fasst er das Ganze nochmal zusammen und macht auch nochmal diese Linkliste. Es gibt auch Blockparaden, die keine Frist haben. Die nennt man dann Blockstöckchen. Die kann man sich nehmen und ausfüllen.
▸ 08:19
Simon Kraft:
Ja, so Blockstöckchen habe ich tatsächlich auch noch nie gehört. Das ist neu für mich.
▸ 08:23
Annette Schwindt:
Kennst du nicht diese ganzen Aktionen, wo dann 20 Fragen über und die kann man ausfüllen. Das ist ein Blockstöckchen. Weil es einfach rumliegt und du es nehmen kannst wie ein Staffelstab.
▸ 08:36
Simon Kraft:
Ich werde das in mein Vokabelheft schreiben.
▸ 08:39
Annette Schwindt:
Da habe ich auch gerade einen Artikel dazu geschrieben.
▸ 08:41
Simon Kraft:
Ich weiß, ich weiß. Da habe ich gerade meinen RSS-Reader gefunden.
▸ 08:45
Annette Schwindt:
Da steht das drin.
▸ 08:46
Simon Kraft:
RSS-Reader für die Jüngeren unter uns.
▸ 08:50
Annette Schwindt:
Ich bin so alt.
▸ 08:51
Simon Kraft:
Kurze Nebenstrang. Ich war auf dem WordPress-Meetup in Jena und habe über Newsletter gesprochen. Da hatte ich hiermit jetzt nicht wirklich was zu tun. und hat das aber auch von RSS, woraufhin einer der Teilnehmer meinte "ja, also bei diesem RSS, da habe ich noch einen Account". Wir konnten nicht abschließend klären, wo er diesen Account bei RSS hat.
▸ 09:11
Annette Schwindt:
Er hat einen Feedly-Account.
▸ 09:13
Simon Kraft:
Wahrscheinlich hat er irgend so ein paar Dinge, wenn ich von RSS-Reader spreche, meine ich eine App auf meinem Computer oder Telefon, liebes Publikum. Ah ja, Google hat das auch tot gemacht mit dem RSS. Das ist schlimm. Naja, ich fand auf jeden Fall deinen Aufruf zum einen interessant und das Thema zum anderen super interessant, weil das etwas ist, worüber ich mir seit mindestens zwei Jahren wirklich eine Menge Gedanken mache. Zum einen hier im Podcast, in unserem magazinigeren Blog auf KrautPress, in meinem Newsletter, in meinem privaten Blog. Ich mache den ganzen Spaß jetzt auch schon eine Weile. Dieser Podcast wird zehn Jahre alt dieses Jahr.
▸ 09:54
Annette Schwindt:
Das heißt, du hast schon gepodcastet, bevor es ein Ding war?
▸ 09:58
Simon Kraft:
Bevor es so richtig cool war. Ich glaube, das war 2015 schon ein Ding, aber bevor diese ganzen, wie machen das, diese ganzen Promi-Podcaste heute mit so zwei Worte als Name des Podcasts, Titel, ja, ja, nee, das, bevor es cool war auf jeden Fall. Was ich in der Zeit gesehen habe, ist, wie sehr sich diese Landschaft, das sind ja alles Blogs, haben wir schon gesagt, am Ende des Tages alles irgendwie Blogs, wie sehr sich... das Web da verändert hat. Ich habe früher, als ich mit dem Newsletter angefangen habe, zum Beispiel wpletter.de, alle abonnieren, danke, regelmäßig, eigentlich zu jeder Ausgabe, Kommentare gab es da nicht, aber Feedback bekommen, wo Leute meinten, hey, voll cool, dass es das gibt, super hilfreich, way, danke. Und damals war das Publikum noch so viel kleiner. Mittlerweile habe ich keine Ahnung, die zehnfache, kommt nicht hin, die tausendfache Abonnentenmenge und ganz, ganz selten, dass mal irgendwer sagt, hey, cool, dass es das gibt, irgendwie in Social Media taggt oder so. Oder eine E-Mail schreibt, also irgendeine Art von Antwort.
▸ 10:58
Annette Schwindt:
Du musst eine Funktion drin haben, wo man einfach nur liken klicken kann und fertig, alles andere macht keiner.
▸ 11:02
Simon Kraft:
Ja, das ist tatsächlich was dran. Oder in den verschiedenen Blogs, wo wir wirklich Kommentarfunktionen haben, wo man kommentieren kann, das geht im Newsletter nicht. Da haben früher Diskussionen stattgefunden und heute ist das so selten.
▸ 11:14
Annette Schwindt:
Und man hat sich weiter gesponnen. Also man hat dann da in den Kommentaren entdeckt, oh, dazu könnte man noch was sagen, dann schreibe ich da mal was. Und dann hat das wieder einer aufgegriffen.
▸ 11:24
Simon Kraft:
Und dann ist da nochmal ein Blogpost irgendwo draus geworden sogar, genau.
▸ 11:27
Annette Schwindt:
Blogparade ohne Aufforderung.
▸ 11:29
Simon Kraft:
Das gibt es alles nicht mehr so. Und dann habe ich 2000, das müsste 20 gewesen sein, zum ersten Mal Matthias Pfefferle bei meinem Meetup damals. Wir haben das während Corona alles online gemacht, also so wie wir jetzt hier. Einmal bei meinem Meetup zu Gast gehabt, der baut unter anderem das ActivityPub-Plugin für WordPress. Also ActivityPub, das Protokoll, das unter Mastodon und dem ganzen anderen, einem Großteil des anderen Fediverse-Spaßes unterliegt. Und er hat da Sachen erklärt. Seitdem habe ich da versucht, mich irgendwie reinzufuchsen, habe das bei verschiedenen Projekten auch gemacht. Wir hatten ihn hier zu Besuch tatsächlich vor zwei Jahren. Das ist Presswerk Folge 52, in der er das Ganze nochmal hier im Podcast erklärt hat. Auch die verlinke ich in den Shownotes.
▸ 12:08
Annette Schwindt:
Da könntest du das Interview, das ich mit ihm gemacht habe, für EinstieginWP.de dazu tun. wo er auch ein bisschen drüber hinaus erzählt, warum, was, wie. Weil so ein bisschen habe ich ja dann doch noch was mit WordPress zu tun.
▸ 12:22
Simon Kraft:
Und aus dem Teil und aus meinem eigentlichen Job, aus all diesen Sachen heraus, denke ich in den letzten Wochen und Monaten super viel darüber nach, wie wir eigentlich online existieren wollen. Klingt super komisch. Aber das ist eigentlich das, worum es ja geht. Wie wollen wir hier sein? Wie wollen wir miteinander umgehen? Wie wollen wir miteinander interagieren? Und gibt es das hier eigentlich alles in zehn Jahren noch? Oder schreibt dann die KI Sachen für die KI und wir stricken alle. Keine Ahnung. Von daher hat dein Beitrag wirklich einen Nerv für mich getroffen. Und ich habe auf meiner To-Do-Liste stehen, dass ich dafür auch noch was schreiben muss. Bevor ich mir diese Zeit nehme, wäre ich aber jetzt erstmal interessiert. Ich nehme an, du hältst dich in deinem eigenen Beitrag relativ zurück, was das angeht.
▸ 13:06
Annette Schwindt:
Ja, sonst gebe ich ja alles vor. Die Leute sollen mir ihr eigenes Ding erzählen.
▸ 13:09
Simon Kraft:
Genau, jetzt dachte ich mir, aber wir könnten trotzdem mal in den Kopf von Annette Schwindt schauen und gucken, wie würde das ideale Web für dich aussehen?
▸ 13:19
Annette Schwindt:
Menschen, die mir folgen, kennen meine zwei Leitsprüche. Können Sie wahrscheinlich mitrezitieren. Es geht um Menschen und Gespräche und digitale Kommunikation ist, was wir daraus machen, was so eine abgewandtete Version von dem Satz von Johannes Korten ist. Das Netz ist ein guter Ort, wenn wir es dazu machen. Ich plädiere, seit ich mit dem ganzen Thema arbeite, dafür, dass die Leute sich bitte Medienkompetenz aneignen sollen, sodass zum Beispiel klar ist, hier geht es um Aufmerksamkeit. Und wenn ich etwas dislike oder teile, um mich darüber aufzuregen, dann tue ich dem, über den ich mich aufrege, einen Gefallen. Das verstehen ganz viele nicht und deswegen haben die ganzen Idioten so einen Zulauf. Ich denke, es muss einfach zurück zu der Nutzererfahrung, die ich hatte, als ich mit dem ganzen Zeug angefangen habe. Dass es um Wissensaustausch geht, dass es um Verbindungen zwischen Leuten geht, dass es auf Augenhöhe stattfindet und nicht bezahlt werden muss für alles. Ich finde es völlig irrwitzig, dass man heute einen anderen fragt, ob man ihn verlinken darf. Also das ist doch, darf ich dich weiterempfehlen? Ja, was soll das denn? Oder dass man, es gibt, wie heißt das, ich habe das Wort vergessen, es gibt Blogveranstaltungen, die so ähnlich sind wie Blogparaden, für die man sich aber vorher anmelden muss und bezahlen.
▸ 14:39
Annette Schwindt:
Ja, ich war auch völlig von den Socken, als ich das gelesen habe. Und lauter solche komischen Konstrukte, die alle auf diesem Kommerzverständnis von Internet basieren, das gab es bei uns damals nicht. Und da wäre bei uns auch niemals jemand, wenn das einer versucht hätte, hätten alle gesagt, spinnt der. Und heute finden die das normal. Und ich möchte gerne, dass der Menschenverstand wieder regiert und dass man normal miteinander redet, um sich gegenseitig zu helfen. Und so arbeite ich seit über 20 Jahren. Und ich arbeite mit Leuten auf der ganzen Welt. Und ich finde das normal. Und ich finde das gut so. Und nicht, weil der dann was tut, wofür dann einer von uns bezahlt, damit dann der andere was tut, wofür der dann bezahlt. Und ja, und dann natürlich diese ganzen Datenfressgeschichten. Und ich finde es völlig irrwitzig, eine KI meine Beiträge schreiben zu lassen, weil es geht um Menschen und Gespräche und nicht um Werbung. Also in dem Moment, wo, ich verstehe das, in dem Moment, wo so viele Leute da waren, dass die Server größer werden mussten, dass es so viel Geld gekostet hat, dass man irgendwo gucken musste, wo dieses Geld herkommt. Aber in dem Moment, wo man den Leuten gesagt hat, Du siehst, ich fange an, mich aufzuregen, weil absolut das Lieblings-Thema.
▸ 15:54
Simon Kraft:
Weiter machen, weiter machen.
▸ 15:55
Annette Schwindt:
Simon freut sich. In dem Moment, wo man dann diesen Investoren gesagt hat "okay, ihr kommt halt auch und kommuniziert mit uns". Was ist das? Wie geht das? Will ich nicht. Wo kann ich denn hier Werbung schalten? Das ist die Basis von diesem ganzen Scheiß. Und ich habe echt frohlockt, als ich das Fediverse entdeckt habe, weil das da eben anders funktioniert. Und ich habe überhaupt kein Problem damit. Freiwillig meinen Instanzbetreibern Geld zu geben für das, was sie da machen. Ein Beitrag von denen, die es schon gibt bei SoSollWeb, sich tatsächlich damit beschäftigt, welche Modelle man sich vorstellen könnte für die Bezahlung von den Instanzbetreibern, damit uns der ganze Mist nicht wieder um die Ohren fliegt.
▸ 16:37
Simon Kraft:
Link packen wir in die Show Notes.
▸ 16:39
Annette Schwindt:
Das ist so ein aufregender Thema bei mir, dass ich mich dann da nicht kohärent dazu äußern kann.
▸ 16:44
Simon Kraft:
Es läuft ganz gut.
▸ 16:47
Annette Schwindt:
Es ist einfach, Das Netz, so wie es geworden ist, schon vor einer Weile, ist für mich derartig irrwitzig und entgegen alledem, wie es doch eigentlich gedacht war und wie es eigentlich auch mal funktioniert hat und wie man es hingekriegt, dass es weiter für einen selber so läuft, wenn man den richtigen Leuten gefolgt ist und die anderen eben ausgeblendet hat.
▸ 17:08
Simon Kraft:
Und die richtigen Third-Party-Twitter-Apps hatte.
▸ 17:11
Annette Schwindt:
Ja, wie gesagt, damals noch als SchwindtPR, als ich noch in dieses Facebook-Erklärbeertum reingerutscht bin, was ich nie wollte, aber dann hatte ich den Salat. Das habe ich in dem Moment aufgehört, als ich nicht mehr mit Sicherheit jemandem erklären konnte, warum bei ihm irgendwas so aussieht, weil es so viele verschiedene Versionen gab und Testversionen und Businessversionen und weiß ich Versionen. Und ich gesagt habe, ich weiß es nicht, ich kann es dir nicht erklären, weil bei mir sieht es völlig anders aus und ich kann dir nicht sagen, ob das so bleibt, ich kann dir nicht sagen, die waren ja komplett intransparent. In dem Moment habe ich gesagt, das macht keinen Spaß mehr, wirklich nicht. Und wenn ich dem anderen nicht mal mehr helfen kann, weil ich selber nicht mehr überblicken kann, was Sache ist.
▸ 17:55
Simon Kraft:
Ich weiß nicht, wie wir von da aus den Bogen zurückbekommen.
▸ 17:59
Annette Schwindt:
Was ist denn deine nächste Frage?
▸ 18:01
Simon Kraft:
Ich habe eine Frage gerade aufgeschrieben, die vielleicht ein kleines bisschen, eher am Rande des Ganzen ist. Aber wer jetzt hier zuhört und sich denkt, Mensch, das klingt eigentlich alles ziemlich schlau. Und das ist die natürliche Reaktion auf dieses Gespräch, ganz klar.
▸ 18:17
Annette Schwindt:
Natürlich.
▸ 18:19
Simon Kraft:
Und sich denkt, ja, da würde ich eigentlich auch gerne mitmachen. Nicht nur an der Aktion, sondern generell an der Überlegung eines neuen, besseren, wieder alten Webs. Keine Ahnung, wie wir es nennen sollen. Ja, gut, macht euch ein Mastodon-Account, schöne Idee. Ich habe ja wirklich die große Hoffnung, dass Blogs ein kleines Revival feiern werden. Deshalb möchte ich alle dazu anregen. Und dachte mir, hast du praktische Tipps für Menschen, die anfangen oder vielleicht auch wieder anfangen wollen, regelmäßig zu bloggen?
▸ 18:49
Annette Schwindt:
Für sie alleine zum Bloggen oder zur Vernetzung oder was meinst du?
▸ 18:54
Simon Kraft:
Zum Bloggen. Also ich habe ein privates Blog, in dem ich, wenn es hochkommt, in den letzten Jahren einen Beitrag pro Jahr geschrieben habe. Ich bin da also bei weitem kein Vorzeigeblogger. Nicht, dass ich nicht genug Inhalte publiziere, aber mein Problem ganz oft ist dieses, ich sitze vor dem leeren Browserfenster und denke mir, ja scheiße. Hast du Tipps?
▸ 19:18
Annette Schwindt:
Ja, bei mir haben da zwei Sachen Wunder gewirkt. Das eine war der laut gedacht Newsletter von der Anna Koschinski, die sich ja mit dem Bloggen und mit dem Schreiben an sich befasst. Ich weiß nicht, wann sie das alles schreibt und also wie schnell sie, also das ist der Wahnsinn. Der kommt wirklich alle paar Tage und das ist aber immer nur, da geht es immer nur um irgendeinen Gedanken. Aber das ist immer so ein Spark, der in deinem Kopf was mit dir macht. Und sie schreibt das Ganze so, als würde sie dir eine Mail schreiben. Also du hast nicht das Gefühl, schon wieder ein Newsletter, sondern du hast das Gefühl, oh, die Anna, schön. Und das andere, der Johannes Mirus hat auf seinem persönlichen Blog, Link kommt in die Shownotes, weil den kann ich mir nicht merken, das ist irgendeine Abkürzung, hat er die Angewohnheit von regelmäßigen Berichten. Bei den Kindern ist es, glaube ich, jeder Monat oder so. Und für ihn selber ist es alle Vierteljahr. Und das fand ich unglaublich interessant, das selber so zu machen. Es gab ja mal eine Zeit, in der hat man geblockt, weil man was zu sagen hatte, weil man etwas mitteilen wollte und nicht, weil man Content produziert hat, damit der skaliert. Und es ist für mich im Nachhinein super hilfreich, wenn ich nochmal überlege, ach, wann war denn das und das? Und dann gucke ich in meinen Viertel, ich nenne das mal Quartalsbericht, ich gucke dann in meinen Quartalsberichten nach. Und da, ja, okay, da war das. Und es ist auch toll, wenn du in Gesprächen jemanden auf was hinweisen willst und das ist was, wofür du eigentlich gar keinen einzelnen Link hättest. Aber da hast du es erwähnt und kannst es dann darüber machen. Also ich benutze die ständig, diese Artikel. und ich habe da einen Moment mit mir, ob ich nicht auf den monatlichen Rhythmus sogar gehe. Weil es einfach, es ist ja, Web-Log-Buch. Also es ist ein bisschen wie Tagebuch. Und ich merke, dass es total viele Leute dann wieder von mir aus inspiriert. Ich habe zum Beispiel gedacht, wenn ich drüber schreibe, was ich gerade für Musik höre, interessiert es keinen. Und ich habe eine Professorin, mit der ich arbeite, okay, jetzt weiß jeder, wer es ist, aber Susanne, die gesagt hat, Mensch, in deinem letzten Beitrag, da dieser Jazz-Mensch, der war aber toll. Und du liest mein persönliches Blog und ah, wo geht das denn alles hin? Und ja, aber jetzt, wo ich das weiß, schreibe ich es dann auch entsprechend und mache das dann auch verstärkt, weil ich jetzt auch weiß, es gibt Leute, die warten drauf, dass ich was über Musik sage. Dann sage ich was über Musik. Und ich finde auch dieses, also eine Erkenntnis, die ich damals als SchwindtPR irgendwann hatte, Achtung, jetzt kommt was für Taschentücher, du weißt nie, wo das hingeht, was du da machst. Du kannst dir gar nicht vorstellen, was passiert mit den Sachen, die du schreibst. Du hast keine Ahnung, was das auslöst, was du schreibst. Selbst wenn du Feedback kriegst, du weißt nie, was da noch alles damit passiert. Mir ist Folgendes passiert. Ich habe damals sehr viele Leute beraten zu Facebook und Social Media und überhaupt. Und ich habe aber auch immer transparent gemacht, dass ich aufgrund von einer Herzerkrankung nur von zu Hause arbeite, nur digital arbeite. Und das ist in Zeiten, wenn ich mal wieder im Krankenhaus gelandet war oder wenn es mir schlecht geht, dass ich mit meinem Laptop im Bett liege und arbeite. Das habe ich ganz offen gesagt auf meiner Fanpage, glaube ich. Und eines Tages kriege ich eine Privatnachricht auf meiner Fanpage von einer Frau, die ich nicht kannte. Und die sagt, ich wollte dir Danke sagen. Ich habe alle möglichen Autoimmunen und weiß der Geier. Also die hat alle möglichen Krankheiten, weswegen sie tatsächlich nicht vor die Tür kann. Ihre Beziehung ist darüber kaputt gegangen, Ihr Job ist darüber kaputt gegangen, es ist alles darüber kaputt gegangen und sie war tatsächlich dabei, sich zu überlegen, wie sie sich jetzt am effektivsten das Leben nimmt. Und in dieser Situation ist sie über einen von diesen Beiträgen von mir gestolpert, wo ich schreibe, es geht körperlich einfach nicht. Ich kann eine halbe Stunde am Tag mit dem Laptop im Bett, mehr geht nicht. Und dann hat sie sich gedacht, boah, wenn die das macht, vielleicht kann ich das auch. Und hat angefangen anhand meiner Blogposts über Facebook, mein Buch, was sie sonnt, an Empfehlungen und so weiter, hat sich halt da durchgewurschtelt, wie wir das alle so tun, und hat irgendwann auch angefangen, andere Leute zu beraten, zu Social Media und so weiter. Sagt sie, und ich wollte dir jetzt Danke sagen, ich habe heute zum ersten Mal meine Miete wieder selber bezahlt.
▸ 23:38
Annette Schwindt:
Auf sowas kommst du doch nicht.
▸ 23:40
Simon Kraft:
Das stimmt, ja.
▸ 23:41
Annette Schwindt:
Das weißt du, das kriegst du doch gar nicht mit, wenn dir das keiner sagt. Du weißt nicht, was du auslöst. Und das ist toll, das ist so toll. Oder in meinem persönlichen Blog habe ich irgendwann mal drüber geschrieben, dass ich von meiner Mutter ein Paket bekommen habe, weil die hat zu Hause ausgeräumt. Und hat gesagt, ich habe hier noch deine ganzen Kinderbücher. Welche willst du und welche kann ich weggeben? Und hat mir eine Liste gegeben und ich habe gesagt, das ist ja, das ist ja, das ist ja, das ist nein. Und dann kam diese Kiste mit diesen Büchern. Und dann habe ich ein Foto gemacht, wie die auf dem Boden liegen, so alle Bücher. Und dann habe ich gesagt, oh, und sogar mein Lieblingsbuch von damals hier, Margot Potthoff, Nachts auf der Mondscheinallee.
▸ 24:14
Simon Kraft:
Link in den Shownotes.
▸ 24:15
Annette Schwindt:
Ist sogar, das ist dabei. Wir können den Blogpost dazu verlinken. Und da gab es immer irgendwie auch einen zweiten Band dazu, aber den habe ich irgendwie nie gekriegt. Den habe ich nie gefunden. Und dann habe ich Monate später tatsächlich über Medimops oder irgendwie sowas dieses Buch gefunden, in einem völlig verlotterten Zustand. Aber ich hatte dieses Buch und ich konnte endlich den anderen Band lesen dazu. Und da habe ich auch wieder drüber gebloggt. Und daraufhin meldeten sich ganz viele Leute und haben gesagt, was, da gibt es einen anderen, zweiten Band. Das wusste ich ja gar nicht, weil die kannten nur den und kannten meine nicht und haben den sich dann besorgt. Und das war schon geil. Und da dachte ich, geiler wird's nicht. Und dann irgendwann kommt ein Kommentar "ja, also ich wollte nur sagen, ich habe mich so gefreut, dass noch jemand an meine Mutter denkt, die Autorin, die das damals für mich geschrieben hat, die ist gestorben und eine Freundin hat gesagt, google doch mal den Namen und dann bin ich auf Ihren Beitrag gestoßen und ist das schön, dass ich weiß, dass sogar heute noch jemand an sie denkt." Da passieren Sachen, weißt du, wo du... Oh, toll!
▸ 25:15
Annette Schwindt:
Oder noch so, ich habe tausend solche Geschichten. Als ich Facebook-Beratung gemacht habe, kam jemand zu mir und sagte, ich betreibe als Moderator oder als Administrator eine Band-Seite, eine Fan-Seite für eine Band und wir haben dieses Problem, kannst du helfen. Dann habe ich dem geholfen und dann habe ich gesagt, ach Mensch, Interesse halber, welche Band ist es denn? Und dann nannte er mir den Namen einer Band, die ich, als ich damals vor 100 Jahren Zeitungsvolontär war, bei einem Open-Air-Konzert tatsächlich hinter der Bühne persönlich kennengelernt habe. Und habe gesagt, ach Mensch, dann sag dem Sänger, sag dem mal schöne Grüße. Habe ein Foto von damals mitgeschickt. Habe gesagt, gib ihm mal das Foto, ob er sich erinnert, die eure Facebook-Seite gerettet hat. Das war die da. So, drei Wochen später in meinem Briefkasten die neue CD von dem Sänger, der inzwischen Solo ist, mit einem persönlichen Brief dabei. Guck, siehst du, man sieht sich im Leben immer zweimal. Wie geil. Wenn du mal zu mir auf ein Konzert gehen willst, sag Bescheid.
▸ 26:08
Annette Schwindt:
Und solche Sachen passieren. Dass ich mit Peter heute arbeite, ist genau das Gleiche. Die selbe Geschichte.
▸ 26:14
Simon Kraft:
Du warst auf Peters Konzert?!
▸ 26:15
Annette Schwindt:
Sachen, die das Web...
▸ 26:16
Simon Kraft:
Nein, ich war nicht...
▸ 26:18
Annette Schwindt:
Wobei Peter auch tatsächlich super Musik macht mit der Gitarre. So, und das steht auch so auf meiner Website. Ich versuche den Leuten zu zeigen, dass wenn man das Ganze richtig benutzt, damit wir mal wieder zum Thema zurückkommen, wenn man das Ganze richtig benutzt, dann kommen da Sachen zustande, die es sonst nie gegeben hätte. Und das ist so die Magie des Web. Das ist das, wie ich es haben will.
▸ 26:41
Annette Schwindt:
So soll Web.
▸ 26:42
Simon Kraft:
Ich glaube, das ist der genau richtige Zeitpunkt, in den Call to Action, wie wir Online-Profis sagen, zu switchen. Zeit, an der Aktion #SoSollWeb teilzunehmen. Und wie man das macht, erklärt euch jetzt die Annette.
▸ 26:57
Annette Schwindt:
Man geht auf sosollweb.de.
▸ 26:59
Simon Kraft:
Link in den Shownotes.
▸ 27:01
Annette Schwindt:
Ja, und da steht, wie es geht. Man nimmt teil, auf welche Weise auch immer. Also nicht nur als Blogartikel, sondern in welcher Form auch immer. Verwendet dabei den Hashtag #SoSollWeb, sodass ich das mitkriege hoffentlich. Und am besten verlinkt man dazu nochmal in den Kommentaren zu SoSollWeb.de, damit ich es auf jeden Fall mitkriege, weil ich bin ja nicht mehr auf Facebook und Instagram. Genau, und ich sammle das dann da. Es werden viele Leute, die halt da teilnehmen, dann auch mitkriegen und dann wird man die entsprechenden Reaktionen kriegen. Es wäre gut, wenn man teilnimmt, wenn man dann die Kommentare wenigstens für den Beitrag in seinem Blog einschaltet.
▸ 27:35
Simon Kraft:
Aber grundsätzlich für alle Beiträge. Bitte, Leute, das ist so wichtig. Und dann auch kommentieren.
▸ 27:42
Simon Kraft:
Auch wichtig. Also Blogbeitrag lesen, schreiben.
▸ 27:46
Annette Schwindt:
Tanzen, singen, ist mir egal.
▸ 27:49
Simon Kraft:
Podcasten, Videon.
▸ 27:51
Annette Schwindt:
Hauptsache es ist digital festhaltbar.
▸ 27:53
Simon Kraft:
Posten, vielleicht einfach zusammengefasst. Und dann kommentieren und Magie.
▸ 27:59
Annette Schwindt:
Bescheid sagen und warten, was passiert. Und das passiert vielleicht nicht jetzt sofort, aber vielleicht liest es in drei Monaten jemand und sagt, ha, den habe ich gesucht.
▸ 28:08
Simon Kraft:
Sehr schön. Ich bin gespannt, was noch passiert. Wie gesagt, es steht auf meiner To-Do-Liste. Ich muss nur die fünf Minuten Zeit dafür finden irgendwann. Ich habe tatsächlich noch eine Sache, auf die ich noch hinweisen möchte, weil für alle, die bis hierhin zugehört haben, gehe ich jetzt mal davon aus, sie sind an diesem Thema interessiert. Ist so ein Gefühl, das ich hätte. Und tatsächlich habe ich was geplant mit dem schon ungefähr zwölfmal erwähnten Matthias Pfefferle zusammen, werden wir im Rahmen von KrautPress, dem WordPress-Magazin, das zu diesem Podcast dazugehört oder ja andersrum, eine, monatliche Live-Video Sache starten, in der wir einfach ein bisschen an unseren Webseiten basteln wollen.
▸ 28:46
Simon Kraft:
Und gucken, was so mit... Weil mein eigenes Blog und meine persönliche Webseite damit auch, habe ich gerade einmal auf links gedreht und Matthias, der mit dem ganzen Indie-Webkram, das ActivityPub-Pluginhaben wir schon angesprochen, hat noch ungefähr 27 andere, seit tausend Jahren rumbastelt, ist der beste Gesprächspartner dafür. Und wir wollen das Ganze als so ein offenes Live Ding machen. Also wo einfach alle, die Bock drauf haben, sich einmal im Monat oder auch einmalig, wenn sie das mögen, eine Stunde mit uns zusammen telefonieren können. Und wir quatschen einfach ein bisschen über, weiß nicht, Blogrolls und wilde Sachen und kleine Bastelprojekte. Und der Pitch, den ich ihm gegeben hab, war, hey, wenn's blöd läuft, haben wir zu zweit eine nette Zeit. Zu dritt sehe ich gerade. Sehr schön. Okay. Das Ganze, ich packe den Link zum Ankündigungs-Blogpost in die Shownotes.
▸ 29:35
Annette Schwindt:
Wenn ich auch noch was empfehlen darf, der Thomas Riedel, aka Droidboy, hat unter bloggerkonferenz.de ein neues Forum aufgemacht, gerade die Tage, das sich gerade so langsam füllt. Und da kann man sich ja dann rumrund bewegen, wenn ihr gerade keinen Videoaustausch habt.
▸ 29:51
Simon Kraft:
Ich habe mich tatsächlich gerade gestern oder vorgestern in besagtem Forum rumgetrieben. Auch das fühlt sich wunderbar Web 2.0-mäßig an. Das ist toll.
▸ 30:00
Annette Schwindt:
Wie früher.
▸ 30:02
Simon Kraft:
Sehr gut. Wo finden wir dich denn in der Zwischenzeit für alle, die mehr Annette sehen und lesen wollen?
▸ 30:10
Annette Schwindt:
Also ich habe zwei Adressen. Einmal die persönliche annetteschwind.de. Annette mit 2 N und mit 2 T und Schwindt mit dt. Den Spruch konnten die bei mir in der Schule alle auswenden. Also einmal mit .de und einmal mit .digital. Die .de ist persönlich. .digital ist alles, was mit digitaler Kommunikation und Büchern und sowas zu tun hat, weil ich viel mit Autoren arbeite. Da blogge ich aber ja, nicht so oft. Also wenn es ums Bloggen geht, dann auf annetteschwindt.de.
▸ 30:37
Simon Kraft:
Danke Annette.
▸ 30:38
Annette Schwindt:
Ich danke dir.
▸ 30:39
Simon Kraft:
Danke für deine Zeit. Danke allen fürs Zuhören und gerne bis zum nächsten Mal.
▸ 30:44
Annette Schwindt:
Danke dir.
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