▸ 01:40
Simon Kraft:
Ich weiß, dass du mindestens einen konkreten Anwendungsfall davon selbst hast. Aber wie könnte sowas denn zum Beispiel ausschauen?
▸ 01:50
Alex Kirk:
Also konkret verwende ich alle drei Anwendungsfälle sehr intensiv, die ich in dem Talk vorstelle. Einer der moderneren ist, dass man WordPress als sein eigenes, sagen wir mal Mastodon, aber eigentlich ActivityPub-Instanz, wie man so schön sagt, im Fediverse verwenden kann, ohne dass man sich die Software-Stacks der jeweiligen Services antun muss sozusagen. Also gerade in Mastodon, es gibt zwar so einzelne Mastodon-Hosts, die machen das für einen, aber wenn man das selber betreiben wollen würde, da braucht man ein Queuing-System und so weiter.
▸ 02:20
Simon Kraft:
Das ist nicht der angenehmste Stack zum Selbstbetreiben.
▸ 02:23
Alex Kirk:
Genau, und wir in unserer kleinen WordPress-Bubble haben einfach schon alles parat sozusagen. Es braucht ein WordPress und je nach Komfort-Level drei Plugins. Und dann kann man sogar die ganzen coolen Mastodon-Apps verwenden, die es so gibt. Also sei es auf mobil oder nicht. Spannenderweise kann man auch, wie man bei uns in Österreich sagt, die "Gusto-Stückeln herausnehmen", dass man zum Beispiel nur das Plugin verwendet, das die Mastodon-Apps mit WordPress kompatibel macht. Und plötzlich gibt es nicht nur die eine WordPress-App auf iOS oder Android, sondern man hat dann plötzlich 20 verschiedene zur Auswahl, wo man die nimmt, die einem am besten passt.
▸ 02:58
Simon Kraft:
Und die WordPress-App hat noch nie jemandem Spaß gemacht, so richtig. Sag ich jetzt hier mal.
▸ 03:03
Alex Kirk:
Ja, beziehungsweise der Anwendungsfall, den ich sozusagen da eher herausstreichen will, ist, ich habe zum Beispiel ein Foto und will das schnell posten.
▸ 03:11
Simon Kraft:
Micro-Blogging vielleicht sogar.
▸ 03:12
Alex Kirk:
Und dafür sind halt diese Mastodon-Apps, ist der Workflow wieder für maßgeschneidert. Die WordPress-App, du kannst zwar dann schön da eine Galerie draus machen und Paragraph-Blogs vor und zurück und listen und so weiter. Das ist natürlich sehr mächtig, aber eben für den schnellen Post, der halt gerade den Unterschied machen kann, ob man etwas nutzt oder nicht, ist das halt ganz gut.
▸ 03:31
Simon Kraft:
Kann die offizielle WordPress-App mittlerweile Custom-Post-Types? Weil da ist sie nämlich lange dran gescheitert. Das ist der Grund, warum ich die schon vor mindestens zehn Jahren...
▸ 03:39
Alex Kirk:
Das ist auch der Grund, warum ich es gar nicht weiß, weil irgendwann ist man halt dann woanders gelandet.
▸ 03:43
Simon Kraft:
Ich habe ja einen sehr... Herzlich willkommen in Simons Tech-Support getarnt als Interview. Ich habe einen sehr speziellen Use-Case. In der englischsprachigen Version des KrautPress-Blogs gibt es ein Micro-Blog, das föderiert als notes@kraut.press. Das ist ein Custom-Post-Type. Es ist auch der Blog-User in dem ActivityPub-Plugin. Und die Kombination dieser beiden Dinge war mal ein Problem für Enable Mastodon Apps. Mindestens in der ersten Version, die ich probiert habe. Geht das mittlerweile? Können wir das gleich noch einrichten? Das wäre total super.
▸ 04:14
Alex Kirk:
Also tatsächlich ist es so, dass ich beim ActivityPub-Plugin die Idee sehr gut verstehe. Ich es halt im Single-User-Kontext verwende und deswegen sozusagen in den Author-Profiles drinnen bin. Ich hätte gern meinen Username @ meine Adresse als mein Mastodon-Account. Ich verstehe aber durchaus, dass es den Anwendungsfall, dass man Blog@ oder wie auch immer hat. Aber in dem Fall muss ich sagen, ich habe das leider in manchen Bereichen nicht dementsprechend durchgetestet. Und es gibt Leute, die das verwenden und die haben dann berichtet, das funktioniert halt nicht. und das war dann der Anlass, um das mal genauer zu testen. Aber da ist jeder Opfer irgendwie seiner eigenen Anwendung. Man hat halt so die ausgedrehten Pfade sozusagen.
▸ 04:52
Simon Kraft:
Ja, klar. Das ist ja auch, wenn du im Englischen sagt, man "scratching your own itch", gibt es auf Deutsch nicht so richtig. "Dein eigenes Jucken kratzt", verliert ein bisschen durch die Übersetzung. Dann ist das natürlich logischer und fairerweise auch was, wo du deinen eigenen persönlichen Anwendungsfall bevorzugt mit löst. Weil das tust du ja, das ist ja die Idee.
▸ 05:12
Alex Kirk:
Mit diesen verschiedenen Kombinationen von WordPress-Plugins ist unter anderem sehr spannend. Also man kann Friends und ActivityPub und Enable Mastodon Apps, um sie mal zu dritt zu nennen, in den verschiedensten Kombinationen verwenden. Und durch das WordPress-Hooks-System, jetzt um auf kurz die technische Seite zu gehen, ist das so gelöst, dass die verschiedenen Apps sich teilweise in die gleichen Hooks reinhängen und die in der richtigen Reihenfolge abgearbeitet werden müssen, dass es dann funktioniert. Und je nachdem erweitern sie sich gegenseitig oder auch nicht. Und da dann immer alles durchgetestet zu haben, auch wenn man extensive Unit-Tests drin hat, der eine oder andere Fall bleibt trotzdem immer übel. Ich verwende selber eben als Familien-Blog, da kommen wir dann gleich noch hin, aber nur Enable Mastodon-Apps und da teste ich dann sozusagen selber nur diesen Pfad, wo dann der Rest fehlt. Aber es gibt eben noch mehr Kombinationen, als man stets testen kann.
▸ 06:02
Simon Kraft:
Wir sind noch in dem ersten Fall. Gibt es zu dem ersten Fall von, ich betreibe eine, nennen wir es mal nicht Mastodon-Instanz, sondern eine Mastodon-artige Fediverse-Instanz. Es gibt böse Kommentare sonst. Ich hatte das hier schon. Gibt es dazu noch irgendwas zu sagen, wovon wir zum zweiten Fall weitergehen?
▸ 06:16
Alex Kirk:
Ein Aspekt, den ich recht interessant finde, ist praktisch, klappt es auch nicht immer, aber zum Beispiel Pixelfed ist auch kompatibel mit ActivityPub und das ist halt hauptsächlich Bilder. Und das Konzept der verschiedenen, auf Deutsch heißt Beitragsformate, wird von dem Friends-Plugin verwendet. Das heißt, Beiträge oder Posts oder wie man es auch jetzt immer genau nennen will, die von außen abonniert werden und hereinkommen, werden dann auch mit dem entsprechenden Beitragsformat sozusagen gekennzeichnet, was einerseits zu einem wilden Chaos führen kann, wenn man das alles in einem Feed mischt, aber man kann auch sagen, ich möchte jetzt nur von meinen Abos nur die Bilder sehen und dann, es ist jetzt nicht 100% Pixelfed oder Instagram, aber man hat eine ähnliche Ansicht oder die Möglichkeit halt sozusagen, jetzt schaue ich mir mal einfach nur die Bilder an, die ich so abonniert habe.
▸ 07:03
Simon Kraft:
Ich fürchte, wir könnten alleine mit dem Friends-Plugin eine komplette Episode füllen. Ich würde mich jetzt, glaube ich, mit den super detaillierten Details nicht allzu sehr aufhalten. Ich kann aber noch sagen, worauf ich noch warte und da habe ich mit deinem Kollegen Konstantin letztens drüber geschnackt, ist einen tatsächlichen Umzug machen zu können von einem bestehenden, in dem Fall wirklich Mastodon-Account, auf so eine WordPress-basierte Sache. Und ich weiß, dass im ActivityPub-Plugin dafür gerade Sachen passieren zum Importieren. Das ist, glaube ich, noch ein Schritt, von dem ich auch weiß, dass ein paar andere drauf schielen, um das Ganze einmal auszuführen.
▸ 07:34
Alex Kirk:
Auch ich selbst.
▸ 07:35
Simon Kraft:
Hast du einen traditionellen Mastodon-Account irgendwo heimlich?
▸ 07:38
Alex Kirk:
Nein, aber meine Mastodon-Adresse ist alex@alex.kirk.at und eigentlich hätte ich gerne alex@kirk.at. Und anfangs hatte ich nicht realisiert, dass Mastodon so programmiert ist, dass es automatisch annimmt den vollen Host-Namen, Auch wenn du selber einen Alias definiert hast, auf den, den du eigentlich verwenden willst, er zeigt trotzdem immer den kompletten Hostnummern an. Das heißt, ich möchte das selbst umziehen und mir dann sowas bauen, dass das für Mastodon so ausschaut, als würde das von einem anderen Server kommen. Also das ist dann von WordPress Mastodon zu WordPress Mastodon, aber das ist auch ein anderes.
▸ 08:11
Simon Kraft:
Dann lass uns zum zweiten Use Case in deinem Vortrag gehen.
▸ 08:14
Alex Kirk:
Der einen relativ aktuellen Anwendungsfall hat, weil Mozilla gerade Pocket schließt und es geht unter anderem darum, Artikel aus dem Web sich zu speichern und zum späteren Konsum nicht bei einem externen Service, sondern im eigenen WordPress aufzuheben. Und da gibt es das Plugin "Post Collections" und da kann man sich sozusagen mehrere, ich selbst habe zum Beispiel eine für englische Beiträge, eine für deutsche Beiträge, die kann man sich dann so zusammensammeln und... Ich selbst verwende das eigentlich dann nur in der Kombination mit einem weiteren Plugin, das heißt Send to E-Reader. Ich konsumiere meine ganzen Sachen auf meinem E-Reader, weil ich einfach lange Artikel nicht gerne durchscrolle. Und in Kombination, also man kann auch sagen, man bleibt in WordPress und liest das dann dort. Und auch da habe ich noch eine Idee, was man machen könnte. So angefangen mit Highlights und so weiter. Also da gibt es auch noch viel zu machen. Aber sobald die Beiträge im eigenen WordPress sind, ist auch ein schöner Vorteil. Kann da drin rumeditieren. Das heißt, wenn ein Beitrag, also manchmal bin ich so der eigene Perfektionist und schmeiß dann die Zwischenüberschriften raus, damit ich das schön lesen kann.
▸ 09:22
Simon Kraft:
Woher nimmst du die ganze Zeit?
▸ 09:24
Alex Kirk:
Man wird sehr schnell darin.
▸ 09:27
Alex Kirk:
Man macht das dann in Gutenberg und zum Beispiel in diesem Outline-View sieht man sehr schnell, wo die Überschriften sind oder Pullquotes, die man dann einfach schnell rausgeben kann. Eben als E-Reader-Nerd bin ich durch verschiedene E-Reader durchgekommen. Das Ding ist mit Kindle und mit Pocketbook kompatibel, da ist sogar sehr schön, dass man das direkt, man drückt auf senden im WordPress-Blog, es wird ein E-Mail rausgeschickt und es taucht magisch auf dem E-Reader auf.
▸ 09:49
Simon Kraft:
Was ist gerade der E-Reader deiner Wahl?
▸ 09:50
Alex Kirk:
Ich bin gerade auf einem Tolino. Und dort funktioniert das so, dass der hat einen Webbrowser und dann kann ich mich dort, da habe ich dann die URL von meinem Blog mit einer speziellen URL, die halt diesen E-Reader-View sozusagen anzeigt. Und wenn es was Neues gibt oder ich genug zusammen habe, dass ich mal sage, jetzt brauche euch neuen E-Reader-Content, gehe ich dorthin und lad mir mal das runter, was ich die letzten Wochen gesammelt habe.
▸ 10:13
Simon Kraft:
Ich finde das mit dem E-Reader nachher vor eine ganz wilde Sache. Eigentlich hätte ich gerne einen Nadeldrucker, der auf so ein Endlos-Papier, als Kunstinstallation in so einer großen Fabrikhalle steht der in der Mitte auf einem kleinen Podest.
▸ 10:28
Alex Kirk:
Achso, ich dachte dann sonst so über dem Bett und das kommt dann so runter.
▸ 10:31
Simon Kraft:
Auch gut, ich dachte aber irgendwie in so eine Kunstinstallation, wenn er so nach und nach sich unten so einen Papierberg ansammelt.
▸ 10:37
Alex Kirk:
Es ist im eigenen WordPress, man kann damit machen muss man.
▸ 10:40
Simon Kraft:
Wenn jemand eine Fabrikhalle hat, sagt Bescheid, ich hätte da Verwendung. Haben wir zu dem zweiten Use Case noch was?
▸ 10:49
Alex Kirk:
Ja, also man kann das auch für Bookmarks verwenden, das ist einfach nur...
▸ 10:52
Simon Kraft:
Ja, das ist ja banal. Also wenn kein Nadeldrucker involviert ist, bin ich aus.
▸ 10:56
Alex Kirk:
Und Notizen. Für Notizen kann man es auch gut verwenden. Da gibt ein ganz schönes Plugin, das heißt Personal OS. Kommt von dem Gedanken, ich möchte eben meine Notizen reinspeichern, geht dann aber auch noch weiter mit, ich möchte die Notizen mit einem GPT von OpenAI weiterverarbeiten. To-dos und so weiter. Da hat sich Artur Piszek, der das gemacht hat. Auch so ein bisschen, also ich finde, man braucht so ein bisschen seinen eigenen Space, in dem man dann sich so weit nerden kann, bis man zufrieden ist. Und das ist das. Man kann dann seine Notizen in Gutenberg editieren. Man kann verschiedene Notizbücher, also Notebooks haben. Wenn man Notizen machen will, es hat Sync mit Evernote. Ich wurde heute schon auf Obsidian angesprochen. Vielleicht kann man das auch so gut, kenne ich es dann nicht. Ja, also auch ein Gebiet, auf dem man sich austoben kann. Ich persönlich bin ja bei Workflowy. Das ist ein Outline.
▸ 11:44
Simon Kraft:
Gibt es das noch?
▸ 11:45
Alex Kirk:
Ja, gibt es noch und ich finde das immer noch großartig und wenn ich mal noch mehr Zeit habe, kommt das auch für WordPress.
▸ 11:53
Simon Kraft:
Den WordPress-Outliner?
▸ 11:55
Simon Kraft:
Okay. Dann der dritte Use Case ist einer, von dem ich glaube, dass viele, viele Menschen da sofort den Punkt drin sehen werden, ist mein Verdacht.
▸ 12:07
Alex Kirk:
Interessanterweise sagen mir auch viele Menschen, das weiß man eh, dass man es dafür verwenden kann. Ich glaube, es ist etwas, was viele Leute vergessen haben, dass das geht. Und es geht in dem Fall darum, um es mal konkret an einem Beispiel festzumachen, wie kann ich mal aus meinem Fotochaos herauskommen? und wie kann ich schauen, dass ich mich an die Sachen, die ich so fotografiert habe, nicht nur anhand der Fotos erinnere, sondern auch vielleicht zum Beispiel schreibe. Bei mir persönlich, bei meiner Familie, wenn das Kind irgendwas Lustiges gesagt hat, kann man das, wenn man das sozusagen privat bloggt. Und da muss man zuerst schon dafür achten, dass es auch wirklich privat ist. Da gibt es dann auch wieder ein WordPress-Plugin, mit dem man das sozusagen beschränken kann. Aber es ist ein schöner Weg sozusagen im Moment oder zumindest kurz danach, solange das halt noch recht präsent ist, zum Beispiel die drei Fotos auszuwählen, die da am besten dazu passen und auch das, was man sich sozusagen dann später erhalten will. Da gibt es auch ein anderes ganz schönes Plugin, das kennt man vielleicht von Facebook, wo einem von einem vergangenen Jahr, das sozusagen wieder hervorgeholt wird, vor fünf Jahren gab es da doch mal was. Hier ist ein Foto davon, das hast du damals geschrieben und das ist eine sehr schöne Art, die Sachen zu behalten. Ich habe versucht, das an dem Beispiel festzusetzen, wenn man in eine Familiengruppe eine Nachricht schicken würde, könnte das nicht auch ein privater Blogpost sein. Und damit das dann nicht in diesem Blogformat und im Webbrowser, man muss sich dann erinnern, auf die richtige Seite zu gehen, hängen bleibt, sind wir wieder bei den Mastodon Apps, wo man das dann auch eben sehr optisch schön, wie man das halt so von Social Media kennt, aufbereitet bekommt. Und nur halt privat und gerade bei Kindern ist es halt etwas, wo ich sehr skeptisch bin, das in die großen Clouds hineinzustellen. Und wenn man dann am eigenen WordPress bleibt, ist man da sozusagen diversen Gewissensbissen oder so entkommen und kann das sozusagen dort nutzen.
▸ 13:54
Simon Kraft:
Ist das bei dir, ich gehe mal davon aus, du hast alle drei Use Cases selbst am Start. Ich meine, ich habe einen Teil deines WordPress-Backends gesehen. Mich wundert nichts mehr. Hast du das alles in einer einzigen WordPress-Installation?
▸ 14:05
Alex Kirk:
Das tatsächlich habe ich in einer Multisite. Also die Familiensachen sind in der einen Multisite und dann gibt es auch noch, dann kommen wir jetzt auch noch hin, das Familien-Wiki, da habe ich sogar mehrere für verschiedene Familienteile, wo ich in einem privaten Wikipedia sozusagen, wo jeder Verwandte die Ehre hat, eine eigene Seite zu haben, wie halt bei Wikipedia, Anekdoten oder was arbeitet der eigentlich oder was hat der eigentlich gemacht.
▸ 14:33
Simon Kraft:
Das bräuchte ich, niemand versteht, was ich tue.
▸ 14:37
Alex Kirk:
Ja, aber dann gibt es doch diesen lustigen Onkel da, da gab es doch diese Geschichte und dann merke ich mir selber nicht, wie die Geschichte genau ging. Aber wo schreibt man das im Normalfall auf? Oder wer von den Verwandten war dabei und könnte mal dieses Detail korrigieren, dann kann der da ein Wiki mitmachen.
▸ 14:52
Simon Kraft:
Also fast so ein bisschen lebende Ahnenforschung.
▸ 14:56
Alex Kirk:
Tatsächlich. In meinem Fall ist die Familie auch noch über die Welt verstreut. Also da ist sozusagen noch zusätzlich Potenzial, den in Kanada auch mitschreiben zu lassen. Aber eben etwas, das ich zum Beispiel selbst halt auch an meine Kinder weitergeben möchte, aber ich nicht mit dem Gedächtnis gesegnet bin, dass ich diese Geschichten und die ganzen Sachen genau so wiedergeben kann, wie ich es wollen würde. Und wo schreibt man das halt sonst hin? Aber ein eigenes WordPress ist dafür ein guter Ort.
▸ 15:20
Simon Kraft:
Wie machst du das? Also ist das tatsächlich einfach nur ein normales WordPress oder hast du dafür nochmal irgendein extra Plugin am Start, dass ein Wiki-artiges… Genau.
▸ 15:28
Alex Kirk:
Es gibt ein Plugin, heißt Family Wiki. Das macht so Kleinigkeiten wie zum Beispiel….
▸ 15:32
Simon Kraft:
Habe ich das in deinem .org-Profil mal gesehen?
▸ 15:34
Alex Kirk:
Ja, es ist ein .org-Plugin. Wenn es die Seite noch nicht gibt, kannst du einfach einen Link setzen. Der ist dann auch rot. Wenn du dann trotzdem drauf klickst, siehst du zwar den üblichen 404-Fehler, aber im Masterbar von WordPress steht dann diese Seite erstellen. Das bringt WordPress von selbst nicht mit. Aber ist an sich eine übliche Wiki-Funktion sozusagen. Und ich muss auch sagen, ich bin mit dieser Familienidee, das kam vor WordPress und ich habe mich immer relativ geärgert, wie komplex Media-Wiki ist aufzusetzen. Wenn man eh schon im WordPress-Ecosystem ist, ist halt auch eigentlich nur Content und gut geeignet dafür.
▸ 16:06
Simon Kraft:
Spannend. Aber seit man das Family-Wiki-Plugin in dem Fall macht, kümmert sich nicht, ist das kein (Custom-)Post-Type, aber es sieht nach einer Page aus in dem Screenshot, den ich hier sehe.
▸ 16:14
Alex Kirk:
Es sind, ich glaube, es sind Pages.
▸ 16:17
Simon Kraft:
Das heißt, das Plan kümmert sich tatsächlich nur um die, also okay, um Rollen und um die Mechanik außenrum.
▸ 16:22
Alex Kirk:
Und in dem Fall habe ich sozusagen auch da diese private Seite auch noch dazugegeben. Man kann relativ einfach dann sagen, diese Seite soll, also wenn man unangemeldet kommt, wird man halt auf die Login-Seite. Es sind halt Sachen, die mich so ein bisschen im Leben auch halt beschäftigen und ich bin jetzt nicht unbedingt immer auf der Suche nach der technologischen Lösung für alles, aber bei manchen Sachen, finde ich, ergibt es halt Sinn, beziehungsweise gerade auch generationenübergreifend, auch wenn die haptischen Sachen gut sind. Aber ich glaube, gerade in Zukunft wird es trotzdem schön sein, solche Sachen wirklich einfach bei der Hand zu haben. Und ja, das ist halt meine Art, das auch nicht nur für mich zu lösen, sondern halt vielleicht die Familienmitglieder ein bisschen dazu zu überreden, aber letztlich trotzdem das an einen Ort zu bringen, was halt sonst vielleicht in den verschiedenen Familienteilen oder so einfach in Schubladen ist oder nur in deren Gehirnen sozusagen. Und ja, das ist eine schöne Gelegenheit, finde ich, Software oder WordPress auch für so etwas zu nutzen.
▸ 17:19
Simon Kraft:
Haben wir irgendwas noch nicht behandelt, das wir noch nachreichen müssen?
▸ 17:23
Alex Kirk:
Also das Gespräch hat jetzt, glaube ich, meinen Talk ziemlich gut eingefasst. Man kann sich in allen Dingen nochmal mehr vertiefen. Ein Detail zum Beispiel, an dem ich weiß, dass es dich ein bisschen überrascht hat, ist, dass man einzelne Mastodon-Apps auch so konfigurieren kann, dass sie zum Beispiel einzelne Beitragsformate nur umfassen.
▸ 17:39
Simon Kraft:
Also sowas wie, du hast die Pixelfed-App, die für den Teil des Fediverse gedacht ist, in dem eher so Bilder gepostet werden. Instagram-esque, sagen wir mal, dass du die nimmst, um darin nur Bildbeitragstypen anzuzeigen.
▸ 17:53
Alex Kirk:
Genau, also diese App, die wird dann so konfiguriert, die bekommt auch dann wirklich nur die Bildbeiträge. Oder dass ich eine andere App, dass ich die dann zu meinem RSS-Reader sozusagen umfunktioniere, indem ich sage, dieses ist zwar eigentlich auch eine Mastodon-App, aber die bekommt ab jetzt nur die RSS-Beiträge.
▸ 18:12
Simon Kraft:
Du hast es richtig gesagt, das haut mich immer noch ein bisschen weg. Das ist irgendwo in den Einstellungen von den Enable Mastodon Apps.
▸ 18:20
Alex Kirk:
Jede App hat seine eigenen Einstellungen, aber es ist auch so, also in der Standardkonfiguration, wenn du eine neue App hinzufügst, schick das Enable Mastodon Apps eine Message in deinen Feed, wo dann drinsteht, die Einstellungen für diese Apps sind so und so. Wenn du sie ändern willst, klicke hier und dann kommst du auf die Seite, wo du das dann in deinem eigenen WordPress ändern kannst. Aber wie du gesagt hast, es ist, Ich glaube, bei allen den Plugins ist man immer noch in diesem 80-20 gefangen. Es funktionieren 80% wirklich gut, aber der Feinschliff für die, wenn man so will, Massenkompatibilität ist in den 20%, die aber dann eigentlich 80% der Arbeit ausmachen. Und man ist auch halt so ein bisschen darin gefangen, dass wenn man das mal gut konfiguriert hat, da ist man dann nicht so oft dran, wie man das für andere macht. Und auch wenn für mich der Anspruch ist, ich möchte diese Idee nach außen tragen und anderen diese Idee geben, ist das oft schwer einzuschätzen. Ist die Konfiguration verständlich genug? Wo kann man noch was optimieren? Was muss man anders erklären? Da freue ich mich über jegliches Feedback und Leute, die frustriert sind und eigentlich aufgeben wollen, dass wir da mal an der Stelle drüber reden und schauen, wie könnte man das verbessern. Weil das ist definitiv etwas, da kann man noch viel mehr Zeit verwenden, um das zu verbessern. Aber man ist selbst nicht so oft in der Position, dass man das sozusagen selbst nochmal neu erlebt. Vor allem, wo man eh schon gesehen hat, wie es dann funktionieren kann.
▸ 19:46
Simon Kraft:
Ich glaube, gerade das, um wieder auf das zurückzukommen, wo wir es vorher von hatten, irgendwie dein eigenes Jucken zu kratzen, ist wahrscheinlich genau eine Stelle, an der das total davon profitiert, mehr Input von mehr Leuten zu haben. Für die es dann eben, die in die 20 Prozent fallen und nicht in die 80 Prozent, die da direkt was von haben. Wir packen Link zu allen Sachen, über die wir geredet haben, in die Shownotes, auch zu den Stellen, wo man sagen kann, wenn was noch nicht so ganz hinhaut, namentlich die GitHub-Repos mit den Issues nehme ich an. Ich schätze mal, das ist die geschickteste Stelle dafür.
▸ 20:16
Alex Kirk:
Die WordPress-Plugins, die auf .org sind, haben dort ein Support-Forum. Als Entwickler präferiert man ein bisschen die GitHub-Issues, aber ich bin auch in den Support-Forum.
▸ 20:26
Simon Kraft:
Dann packen wir Links zu beiden dazu. Dann würde ich sagen, machen wir hier den Deckel drauf und richten doch schnell meine Mastodon-App ein, damit ich damit mein WordPress mitposten kann. Danke dir.
▸ 20:38
Simon Kraft:
Ich wollte mit dir über diese Themen schon so lange reden und es hat nie so richtig hingehauen. Und deswegen finde ich mega happy, dass das heute geklappt hat. Vielen Dank.
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